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Outlook-Macro für Mail-Schussel

Schon wieder vergessen, etwas in die Betreffzeile zu schreiben? Oder das im Mail versprochene Attachment auch wirklich anzuhängen? Für Outlook gibt es Macros, die genau das verhindern. Ich habe zwei im Netz gefunden und daraus eines gemacht, das gleich beides kann. So geht's:

1.     Im Outlook „Extras/Makro/Visual Basic Editor” öffnen.
2.     Links “Projekt1 (VbaProjekt.OTM)” aufklappen (auf das Plus klicken).
3.     Evtl. “Microsoft Office Outlook Objekte“ auch aufklappen.
4.     “ThisOutlookSession” doppelklicken, rechts geht ein Fenster auf.
5.     Den folgenden Code dort hineinkopieren (alles zwischen den gestrichelten Linien):

-----
Private Sub Application_ItemSend(ByVal Item As Object, Cancel As Boolean)
Dim strBody As String, strSubject As String, strErrMsg As String
Dim intIn As Long
Dim intAttachCount As Integer, intStandardAttachCount As Integer, intErrCount As Integer
 
intStandardAttachCount = 0
 
intErrCount = 0
strErrMsg = ""
strBody = LCase(Item.Body)
strSubject = Item.Subject
 
intIn = InStr(1, strBody, "original message")
 
If intIn = 0 Then intIn = Len(strBody)
 
intIn = InStr(1, Left(strBody, intIn), "attach")
 
intAttachCount = Item.Attachments.Count
 
If intIn > 0 And intAttachCount <= intStandardAttachCount Then
 
    strErrMsg = strErrMsg & "Wollten Sie ein Attachment verschicken? Es ist keine Datei angehängt." & vbCrLf
    intErrCount = intErrCount + 1
   
End If
 
If Len(Trim(strSubject)) = 0 Then
   
    strErrMsg = strErrMsg & "Das Subject ist leer." & vbCrLf
    intErrCount = intErrCount + 1
 
End If
 
If intErrCount > 0 Then
   
    If MsgBox(strErrMsg & "Möchten Sie das Email trotzdem abschicken?", vbYesNo + vbQuestion + vbMsgBoxSetForeground) = vbNo Then Cancel = True
 
End If
 
End Sub
------
 
Das ganze speichern, und fertig! Jetzt testen, indem man versucht, ein Mail zu verschicken, ohne Subject. Stattdessen sollte eine Bestätigungs-Box kommen; bei "Ja" wird das Mail trotzdem abgeschickt, bei "Nein" nicht, man kann stattdessen editieren.
Ebenso mit Attachments: sollte man irgendwo im Text "attach" geschrieben haben, aber kein Attachment angehängt, kommt die Zwischenfrage.

Spezialfälle:

Möglicherweise hat eure IT-Abteilung das Ausführen von Macros per Richtlinie untersagt. In dem Fall bitte an die IT-Leute wenden, etvl. lassen sie das Macro ja zu. Sollte einer ausserdem einen Verbesserungsvorschlag haben, bitte hier in die Comments posten!

Wenn ihr eine Signatur verwendet, die z.B. Bilder enthält: dann hat ja jedes Mail schon ein Attachment dran. Deshalb muss der Code leicht angepasst werden: in Zeile 6 intStandardAttachCount statt auf 0 auf die Anzahl Attachments in der Signatur setzen. Bei einem Bild muss die Zeile 6 also so aussehen:

intStandardAttachCount = 1

statt so:

intStandardAttachCount = 0

Jetzt sollte der Attachment-Check auch funktionieren, wenn ihr eine Signatur mit Bild verwendet. Übrigens: das Macro ist nicht sehr intelligent; wenn ihr also bloss von einer "Spesenabrechnung" schreibt, schlüpft das Mail trotzdem durch. Ihr müsst explizit die Zeichenfolge "attach" geschrieben haben (also z.B. in "Attachment" oder "attached" oder "attacht" oder "hier das attach mann"), um die Warnung auszulösen.

Danke an René fürs Testen.

Quellen:

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Kommentare [7]

Dropbox: Workflow-Porno

Mein Laptop ist eine Erweiterung meines Hirns. In der Regel ist mein Hirn aber schneller. Deshalb will ich so wenig wie möglich auf meinen Laptop warten müssen. Und deshalb sind mir Werkzeuge wichtig, die den Workflow erleichtern und beschleunigen.

Ein solches Werkzeug (das es zwar schon länger gibt, das ich aber jetzt erst entdeckt und in meinem Workflow eingebaut habe) ist Dropbox. Und Dropbox ist für Workflow-Enthusiasten wie Porno. Lasst mich erklären, warum.


Dropbox synchronisiert Dateien zwischen beliebig vielen Maschinen und der Cloud. Alle Dateien, die sich im Ordner "Dropbox" befinden, werden vollautomatisch auf alle anderen Maschinen gesynct, die mit dem gleichen Dropbox-Account verbunden sind. Egal, ob Mac, Windows oder Linux. Auf einer Maschine, auf der ich Dropbox nicht installieren kann, sind diese Dateien über den Browser verfügbar. Es gibt sogar einen iPhone-Client. 2 GB sind gratis, mehr kostet. Alle Dateien werden per SSL übermittelt und auf den Dropbox-Servern verschlüsselt abgelegt.

Dropbox ist nicht das einzige Angebot dieser Art - ich würde aber sagen, mit Abstand das beste. Gratis, schnell, einfach und ein toller Funktionsumfang.

Schauen wir uns zuerst mal den lokalen Teil an, Dropbox auf der Maschine. Nach der Installation des Clients wird ein neuer Ordner erstellt:
Jede Datei, die hierhin verschoben/kopiert wird, wird automatisch gesynct. Ausserdem installiert Dropbox ein kleines Icon im Menubar, das mir anzeigt, ob Dropbox gerade etwas tut: 
 bzw. 
wenn Dropbox synct.

Auch im Dropbox-Ordner drin sehe ich immer gleich auf einen Blick, ob die Dateien schon gesynct sind oder nicht:
Ein grüner Haken bedeutet "Gesynct", die blauen Drehpfeile zeigen mir einen laufenden Sync an.


Dieser Dropbox-Ordner ist ein ganz normaler Finder-Ordner, der sich genau gleich verhält wie andere Ordner auch. Das hat sehr viele Vorteile.

Dateien in der Dropbox werden auch von Spotlight gefunden:

Quickview funktioniert:

Ich kann den Dropbox-Ordner in die Titelzeile von Finder-Fenstern ziehen - und habe so in jedem Fenster immer gleich die Möglichkeit, per Drag&Drop eine Datei in die Dropbox zu verschieben und so gleich zu syncen. Finde ich viel eleganter als ein Icon im Dock: Der Mausweg ist kürzer, man spart Platz im Dock.


Und: Ich kann auf den Dropbox-Ordnern schnell zugreifen, z.B. über andere Workflow-Tools wie Launchbar:


Launchbar ist übrigens meine andere grosse Workflow-Entdeckung im Moment, ich ersetze damit Quicksilver, das nicht mehr aktiv entwickelt wird (der ursprüngliche Entwickler hat das Projekt aufgegeben und Open Source zur Verfügung gestellt; jemand hat es zwar übernommen, aber seit letztem September keinen neuen Build mehr veröffentlicht). Quicksilver hatte zwar etwas mehr Features, Launchbar ist aber schneller, einfacher und wird aktiv entwickelt.

Mit Launchbar kann ich jederzeit enorm schnell meine Dropbox öffnen:

  • Doppel-Tippen auf "Command": öffnet den Launchbar, egal welches Programm gerade zuvorderst ist.
  • "DRO" wählt die Dropbox aus.
  • "Enter" öffnet sie.

Das geht vielschneller als in den Finder zu wechseln, ein Finder-Fenster zu öffnen und per Maus oder Tastatur in den Dropbox-Folder zu navigieren.

Auch sehr schnell und praktisch: eine Datei im Finder markieren (z.B. auf dem Desktop oder im Downloads-Ordner) und in die Dropbox verschieben. So:

  • Doppel-Tippen auf "Comman" öffnet Launchbar.
  • "Command-G" übernimmt die aktuelle Finder-Selektion in den Launchbar.
  • "Tab" und dann "DRO" wählt eine Aktion aus, nämlich "In die Dropbox".
  • "Enter" und "1" verschiebt die Datei, "Enter" und "2" kopiert sie.

In erster Linie ersetzt Dropbox also meinen USB-Stick. Ich habe mein Notebook auch im Büro dabei, es ist aber aus Sicherheitsgründen nicht im Firmennetzwerk eingebunden. Wenn ich eine Datei (z.B. einen Screenshot oder einen Audio-Mitschnitt) auf meine Windows-Workstation übertragen muss, habe ich das bis jetzt per USB-Stick gemacht. Langsam und mühsam, fummeln in der Tasche und unterm Tisch. In Zukunft kopiere ich die Datei in die Dropbox und lade sie auf der anderen Maschine herunter. Boom!

Wie ihr aber sicher auch aus eigener Erfahrung wisst: Programme auf dem Firmen-PC zu installieren, geht in der Regel nicht. Der Windows-Client von Dropbox benötigt für die Installation Admin-Rechte, die ich im Büro nicht habe. Hier kommt nun ein weiteres grosses Plus von Dropbox ins Spiel: auf die ganze Datei- und Ordnerstruktur der Dropbox kann man auch per Browser zugreifen.

Der Browser-Client ist übersichtlich, schnell, funktioniert auf allen Browsern, die ich getestet habe, und kann alles, was man können will. Schön ist der Upload von Dateien:


Ich kann eine oder mehrere Dateien aufs Mal hochladen, ich sehe, welche geladen sind, und welche noch nicht - ach, wenn bloss alle Datei-Uploads so wären!

Ein weiteres tolles Feature: für jede Datei werden automatisch Versionen (Revisions) erstellt. Ich kann also jede Änderung wieder rückgängig machen, völlig egal, auf welcher Maschine was geändert wurde.


Und wer jetzt genau hingeschaut hat: da stehen zwei verschiedene Namen (Berger und Müller). Ja, man kann Ordner auch sharen: gemeinsam mit anderen nutzen.


Und damit man den Überblick nicht verliert: unter "Events" wird angezeigt, wer wann was gemacht hat. Diese Events für gemeinsame Ordner kann man sogar als RSS-Feed abonnieren:


Grundsätzlich sind Datei und Ordner in der Dropbox privat (sei es nur für sich selbst oder für die Nutzer, mit denen man einen Ordner teilt). Es ist aber auch möglich, Dateien zu veröffentlichen und anderen zugänglich zu machen. Dafür gibt es den Ordner "Public" in der Dropbox. Und damit man die Datei dann auch findet: Mit "Copy public link" erstellt man einen Link auf die Datei (um sie im Browser anzuzeigen oder herunterzuladen).


Wer noch mehr wissen will: den Screencast anschauen oder die Tour lesen.

Einige kreative Anwendungen der Dropbox, die über einfaches Datei-Handling hinausgehen, gibt es bei Lifehacker (auch die Comments beachten).

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Werbefrei browsen in Mac OS X: GlimmerBlocker HOWTO

Was Werbung auf Webseiten angeht, bin ich nicht so militant wie andere, ich habe aber doch ein Problem damit: der grösste Teil der Seiten, die ich täglich lese, schalten Werbung in Form von blinkendem Flash. Das mag ich nicht, weil Safari bei vielen offenen Tabs mit Flash (ich habe häufig 20+ Tabs am Start) seehr langsam wird (Beach Ball of Death).

Heute hat es mir den Hut gelupft und ich habe GlimmerBlocker installiert. Jetzt ist mein Safari so gut wie werbefrei und richtig snappy! Yay! GlimmerBlocker ist ein Ad-Blocker für Mac OS X. Die Software ist komplett Open Source unter GPLv3 und gratis.

Das wird jetzt wie immer ausführlich.
Wer wenig Geduld hat, liest nur die Abschnitte 2 und 3.

1. Wie funktioniert das überhaupt? Etwas Hintergrund für das Die-gerne-wissen-Volk

Werbung auf einer Internetseite folgt bestimmten Mustern. Oft werden die Banner nicht vom gleichen Server geladen, auf dem man sich gerade befindet, sondern von dem eines Werbeanbieters. Oder die URL der Werbung enthält gewisse Stichwörter wie "Ad". Oder die Grösse des Bildes entspricht der Standardgrösse von Werbebannern. Ein Ad-Blocker ist eine Ansammlung von Regeln, die solche Muster erkennen. Wenn etwas auf der Seite den Regeln entspricht, wird es nicht geladen. Es wird also nicht nur keine Werbung angezeigt, man hat auch noch Bandbreite gespart - die Seite wird insgesamt schneller geladen.

Die meisten Ad-Blocker funktionieren als Plug-In für den Browser. Das hat aber Nachteile: Wenn sich der Browser bei einem Update ändert, muss oft auch das Plug-In angepasst werden; wenn das Plug-In nicht stabil läuft, stürzt auch der Browser mit ab; ich kann nur für einen Browser Regeln definieren - wenn ich einen anderen Browser verwende, wird nichts geblockt.

GlimmerBlocker arbeitet anders: als HTTP-Proxy - ein Mittelsmann für HTTP. Was ist das? Ein Schaubild:

Anstelle dass Safari direkt auf eine Webseite zugreift, werden die Anfragen über den GlimmerBlocker umgeleitet: ein Java-Programm, dass auf eurem Mac läuft, die Anfrage entgegen nimmt und dann an die Webseite weiterleitet. Die Webseite liefert nun eine HTML-Seite zurück, die neben dem Text auch Bilder, Flash-Elemente und anderes enthält. Normalerweise würde nun der Browser sagen: "Ah, ein Bild und ein Flash-Element! Bitte Mr Server, die hätte ich auch noch gerne!" und automatisch neue Anfragen schicken. Hier setzt GlimmerBlocker nun ein: es überprüft, ob eine dieser zusätzlichen Anfragen wie Werbung aussieht. Wenn ja, wird die Anfrage gar nicht erst an den Server geschickt.

Also: kein Umleiten über einen Server, dem man vertrauen muss und der evtl. nicht immer online ist. Alles ist lokal, ihr habt die Verbindung und die Regeln unter Kontrolle. Safari stürzt nie ab, und wenn ihr mal Firefox benutzt, gelten immer noch die gleichen Regeln.

2. Los jetzt! Ich will! Die Installation

Die Installation von GlimmerBlocker ist einfach. Herunterladen, das Disk Image öffnen und die Installation starten.

Wenn aufgefordert, das Admin-Passwort eingeben. Fertig! Kein Neustart notwendig, auch den Safari kann man offen lassen.

GlimmerBlocker installiert sich als eine Preference Pane in den Systemeinstellungen. Die Konfiguration macht man also dort, nicht in den Einstellungen vom Browser. Maximal schön intergriert!

Ausserdem ändert die Installation eure Netzwerkeinstellungen: es wird eben ein Proxy eingerichtet. Dazu wird in "Netzwerk/Weitere Optionen/Proxies" der "Web-Proxy (HTTP)" aktiviert und auf die Adresse 127.0.0.1 und den Port 8228 gesetzt. 127.0.0.1 ist immer die lokale Maschine.

Ihr müsst diese Einstellungen nicht selber vornehmen, die Installation übernimmt das für euch. Ich erwähne es hier nur für den Fall, dass ihr GlimmerBlocker entfernen wollt und bei der Deinstallation etwas nicht wie geplant verläuft. Dann bleibt nämlich der HTTP-Proxy aktiviert. Euer Browser wird nach wie vor den eingestellten Proxy befragen. Weil der aber deinstalliert wurde, kann er keine Anfragen entgegen nehmen und weiterleiten. Ihr werden den Eindruck haben, euer Internet sei kaputt. Ist das der Fall: einfach unter "Netzwerk/Weitere Optionen/Proxies" den "Web-Proxy (HTTP)" wieder deaktivieren (Haken weg).

Weitere Installationsanleitungen gibt es hier: Detailed installation instructions

3. Gut, fertig installiert! Was jetzt? Konfiguration!

Eigentlich ist jetzt keine weitere Konfiguration mehr nötig. GlimmerBlocker richtet gleich einige gute Standard-Regeln ein, die gleich Werbung unterdrücken. Es wird nicht perfekt sein und jedes einzelne Banner erwischen, aber einen grossen Teil.

Solltet ihr GlimmerBlocker ausschalten wollen: die Systemeinstellungen öffnen, unter "Sonstige" GlimmerBlocker auswählen und im "Setup"-Tab das Activate-Häkchen wegklicken.

4. Für Fortgeschrittene!

Nun ist zwar die meiste Werbung geblockt, ab und zu kommt aber trotzdem noch etwas durch. Kein Problem, die Regeln sind beliebig erweiterbar. Hier ein Beispiel mit Eurogamer.net (eine ganz tolle Seite übrigens!).

GlimmerBlocker beobachtet, was so vorbeifliegt, und schlägt mögliche Kandidaten für eine Sperrung vor, im Tab Suspects.

Das muss aktiviert sein, bevor ihr die Seite mit Werbung lädt; wenn es noch off war: aktivieren und die Seite noch einmal reloaden. Im Beispiel sehen wir nun, dass von "images.eurogamer.net" Flash geladen wird, das mit "ads" angeschrieben ist. Genau das wollen wir nicht. Darum auf "Create filter rule..." klicken und:

Bis und mit Host ist alles schon voreingestellt, so lassen. In diesem Beispiel würden nun aber alle Dateien blockiert, die von "images.eurogamer.net" geladen werden. Das wollen wir nicht, weil da ja auch normale Bilder drunter sein könnten. Deshalb stellen wir den Pfad auf "contains" und geben dort "/ads" ein. Nun werden nur Dateien blockiert, die von "images.eurogamer.net" kommen UND im Pfad irgendwo "/ads" drin steht.

Diese Regel wird unter Filters abgelegt. Ein Filter ist ein Set von Regeln. Ich habe hier ganz einfach einen neuen Filter namens "Meine eigenen Filter" gemacht (originell, nicht?) und dort ein paar Regeln definiert für Seiten, die ich häufig besuche. Das könnte man noch beliebig komplexer gestalten. Und darum:

5. Für noch Fortgeschrittenere!

Manchmal flutscht immer noch Werbung durch, ohne das sie dem Blocker verdächtig vorkommt. Dann erscheint sie auch nicht unter "Suspects". Darum machen wir nun eine Regel von Hand! Sofern man ein bisschen HTML-Code lesen kann, ist das ganz einfach.

Dazu müssen wir erst herausfinden, wie die Werbung aufgerufen wird. Wir schauen uns dazu den Quelltext der Seite mit Werbung drauf an. Rechte Maustaste oder Ctrl+Klick irgendwo im Browser und dann "Quelltext anzeigen".

Das öffnet ein Fenster mit dem Quelltext der Seite. In diesem Quelltext suchen wir nun (per Command+F) nach den Ads. Ich würde Stichwörter wie "Ad", "Banner", "Advert", ".swf" oder ähnliches ausprobieren.

So finden wir diesen Advertisement-Code und können folgern, dass vom Host "ox.eurogamer.net" und dem Pfad "/oa/" wohl nur Werbung kommt. Also "Filters" öffnen, "Meine eigenen Filter" anwählen und unten links auf das Plus für eine neue Regel. Und dort das eintragen:

Fertig! Sollte eine Regel mal zu viel blocken und eine Seite z.B. keine Bilder mehr anzeigen: nicht schlimm, einfach die Regel deaktivieren und die Seite neu laden. Bearbeiten, ergänzen - oder halt ganz entfernen mit dem Minus unten links.

GlimmerBlocker könnte noch viel mehr, das überlasse ich aber euch:

  • Wenn man eine bestimmte Seite von der Blockerei ausnehmen will, setzt man sie auf eine Whitelist.
  • Regeln können auch mit Regular Expressions geschrieben werden und sind damit beliebig komplex. Ich liebe Regexp!
  • Inhalt kann umgeschrieben werden (HTML, CSS). Beispiel: Youtube-Filmchen gleich in HD anzeigen anstatt immer auf den "Show in HD"-Knopf drücken. Oder die zigtausend Social-Media-Buttons unter jedem Artikel entfernen. Oder Comments gleich aufgeklappt anzeigen. Usw.
  • Keyword Expansion in der URL! Anstelle im Browser die Adresse "wikipedia.org" und dann dort im Suchfeld "Grünspecht" einzugeben, gibt man in der Adresszeile des Browsers "wiki Grünspecht" ein. Cool!

Alternativen für Windows
Privoxy
BFilter
Ad Muncher (30-Tage-Trial, danach ca. 25.-)

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Kommentare [74]

Mandatory Viewing: Mein TV-Programm

Das Internet hat in der Regel eine eher kurze Aufmerksamkeitsspanne. Die Liebe zur neusten TV-Show du Jour hält selten lange an:

Das Internet, nach Folge 1: "YAY! This was the most awesomest AWESOME that has ever been awesomed!"
Das Internet, nach Folge 2: "Meh. Same-old, same-old."
Das Internet, nach Folge 3: "These new episodes SUCK, since they are not at all like the old ones, which I saw, because I was around when it all started, and you weren't because YOU SUCK, too!"

Im Gegensatz dazu bin ich ein sehr treuer Zuschauer. Habe ich eine Serie mal ins Herz geschlossen, bleibe ich dran. Deshalb hier eine Liste der TV-Shows, die ich Folge für Folge verfolge - könnt ihr mir folgen?

Mehr Details zu den Shows findet man in der Regel in der Wikipedia und auf dem Google. Da die meisten dieser Shows nicht im Schweizer Kabelfernsehen laufen (oder erst mit ca. zwei Jahren Verspätung, die unbedingt benötigt werden, um die Synchronisation zu verbocken und Lizenz-Anwälte zu beschäftigen), verweise ich auf die Existenz der "digitalen Distribution" und Dienstleistungen wie mininova oder EZTV. Die tatsächliche Verwendung dieser Dienstleistungen lehne ich selbstverständlich AUSDRÜCKLICH AB, weil das direkt in den Weltuntergang führt.

Und nun los mit der alphabetisch geordneten Liste!


30 Rock
Tina Fey ist Hauptdarstellerin und Produzentin von 30 Rock. Während ihre Sarah-Palin-Impression für SNL den Wahlkampf beeinflusst hat, ist 30 Rock wohl eine Aufarbeitung ihrer Zeit als Cast-Member von SNL. Meta! Und sehr witzig, auch dank hervorragenden Schauspielern: Alec Baldwin, Tracy Morgan und Jack McBrayer als Kenneth the Page.



The Daily Show with Jon Stewart
Wer sich für US-amerikanische Innenpolitik interessiert, kann CNN und CNBC getrost weglassen. Jon Stewart ist zwar das Vorzeige-Mitglied der Liberal Media und schert sich nicht um objektive Berichterstattung. Weil er auf die Intelligenz seines Publikums vertraut, präsentiert er die unterhaltsamsten Nachrichten, die Fernsehen zu bieten hat. Giacobbo/Müller wären gerne wie er, werden es aber niemals sein.



Dead Set
Grossbritannien wird von Zombies überrannt, die letzten Überlebenden sind eingeschlossen im Big-Brother-Haus. Angemessen gruselig gefilmt und freigiebig mit Blut und Eingeweiden. Die Satire kopiert und aktualisiert George Romero einwandfrei. Leider schon zu Ende.



Dexter
Eine Gratwanderung: der Protagonist der Serie ist ein kaltblütiger Serienmörder und soll zugleich sympathisch und abstossend wirken. Nur ein hervorragendes Skript kann eine solche Vorgabe umsetzen. Die dritte Staffel wurde soeben abgeschlossen - nach einer etwas durchzogenen 2. eine Rückkehr zu grosser Form.



Dirty Sexy Money
Eigentlich eine klassische Soap in der Welt der Superreichen, zugänglich gemacht durch die Hauptfigur, den Anwalt der Familie Darling. Ein verworrener, überbordender Plot, holzschnittartige Figuren und eine konsequente Dauervermischung von Privatem und Geschäftlichem - also alles, was eine gute Soap ausmacht. Im Gegensatz zu den meisten Soaps aber toll gefilmt und mit Peter Krause, Donald Sutherland und Lucy Liu hervorragend besetzt.



Entourage
Product Placement am Laufmeter, Typen, die ihr Cool immer auf 11 gedreht haben plus ein rabiater Jude: die Serie, die uns hinter die Kulissen von Hollywood blicken lässt, wo wir natürlich nur eine weitere, fast noch schönere Kulisse erblicken. Meta 2! Und Turtle ist einfach zum knuddeln.



Flight of the Conchords
Diese Jungs aus New Zealand lieben die englische Sprache. Der folgende Dialog spielt mit dem einfachen Umstand, dass "dead" auf neuseeländisch gleich ausgesprochen wird wie "did". Murray (Neuseeländer): "He may be dead!" Dave (Amerikaner): "He maybe did what?" Murray: "He maybe dead." Dave: "Yeah I know, but what did he maybe do?" Murray: "He maybe ... dead?" Dave: "Maybe he did, maybe he didn't! What did he maybe do?" Bret (den man wie "Brit" ausspricht, ihr seht das Muster): "No, he maybe dead!" Dave: "Are you guys fucking with me?" Bret: "Wha?" Murray: "Not alive! You know - dead!" Dave: "Oh!" Solche wunderbaren Szenen werden ergänzt mit tollen Songs, in denen die sonst sehr trockenen Jungs ihren Gefühlen freien Lauf lassen. "Isn't it cold out in Space, Bowie? Does the space cold make your nipples go pointy, Bowie?"



The IT Crowd
"Hello, this is IT. Have you tried switching it off and back on again?" So wird begrüsst, wer Moss und Roy im Keller anruft. Die einzige Comedy, die sich bei der Verwendung von Geek-Symbolen nicht peinlicherweise als Non-Geek outet. Keep it real and fly the geek flag, gerade ist die dritte Staffel gestartet.



The Life & TImes of Tim
Tim gerät in die peinlichsten Situationen, in die man geraten kann. Nein, eigentlich kann man in die nicht geraten. Gut, dass Tim das für uns übernimmt. Einer muss es halt sein. Danke, Tim!


Late Night with Conan O'Brien
Conan ist nicht nur witzig (als ehemaliger Writer sowohl für die Simpsons als auch für SNL weiss er, wie witzig geht), sondern auch ein hervorragender Interviewer. Immer locker, immer interessiert, man hat auch in der 16. Staffel nie das Gefühl, dass da einer routiniert ein Programm abspult. Ein Star, der sich nicht so wichtig nimmt.



Lost
Die komplexeste und faszinierendste TV-Show unserer Zeit. Mit den unzähligen Hauptfiguren, den unzähligen Zeit-Ebenen, den unzähligen Hintergrund-Geschichten und den unzähligen offenen Fragen macht Lost deutlich, wie weit sich Populärkultur entwickelt hat.



My Name Is Earl
Jason Lee mag ich seit seiner Nebenrolle in Kevin Smith's "Chasing Amy". Der heimliche Star der Serie ist aber Earl's leicht verlangsamter Bruder Randy. Randy funktioniert so: "Being dead is definitely worse than being alive. When you're dead you can't do all the cool stuff you can do when you're alive. You and I, we can do all kinds of cool stuff 'cause we're living, we're not dead, we're alive. If we were dead we wouldn't be able to do all the cool stuff we can do, because we're alive. Dead people can't do cool stuff. Only people that are alive can do cool stuff, 'cause they're living, and you have to be living to be able to do cool stuff."



Nathan Barley
Nathan Barley kennt sich mit New Media aus und produziert die smashing Website "Trashbat dot cock", yeah? Nathan ist ein Idiot und die Idioten gewinnen. Moss von "The IT Crowd" ist übrigens auch dabei, nicht als Nerd, sondern als Idiot.



The Office (US)
Nur schon wegen des vielsagenden Blicks, den John Krasinski in die Kamera wirft, wenn Boss Steve Carell sich einmal mehr peinlich benimmt. Das britische Original war deutlich brutaler in seiner Darstellung der abgrundtiefen Verzweiflung im Dienstleistungsniemandsland - und deshalb unbestritten bedeutend, aber manchmal nur schwer zu ertragen. Die US-Variante ist leichter, optimistischer - das Einsteiger-Office.



The Sarah Silverman Program
Mag ich weniger wegen Sarah, weil ihre Rolle darauf ausgelegt ist, zu nerven und das halt gelingt. Sondern wegen des schwulen Slacker-Paars Steve und Brian, die sich ausnahmslos in jeder Folge in einen völlig bescheuerten Wer-hat-Recht-Konflikt hineinmanövrieren (Ist Steve tatsächlich so ungepflegt, dass Brian deswegen den Begriff "dotnose situation" erfinden muss, der wiederum so erfolgreich wird, dass er ins Wörterbuch aufgenommen werden soll, aber auch so polarisiert, dass Brian nur knapp einem Mordanschlag entgeht?), am Ende aber immer wieder zusammenfinden. Wahre Liebe in ihrer stinkigsten Form!



Saturday Night Live
SNL ist eine Institution; die aktuelle Staffel hat vom Wahlkampf profitiert, aber auch davon, dass einige Cast-Members in Hochform sind. Die Digital Shorts von Andy Samberg (z.B. "Jizz in my Pants") sind ein sicherer Wert, eben so das Weekend Update von Seth Meyers (und Amy Poehler, die leider die Show verlässt). Mein aktueller Favorit ist aber Fred Armisen, der in der selben Folge Obama, Boy George und einen Typen spielen kann, der die Arsch-Variante des Nasen-Aufspann-Klebers erfindet (damit Blähungen geräuschlos entweichen können, ist ja klar!).



The Simpsons
War eigentlich schon immer eine echte Family Values Show! Nicht so nah am aktuellen Geschehen wie South Park - dennoch schafft die Serie Popkultur-Ikonen wie den Comic Book Guy. Dafür gebührt dem Veteran Respect.



South Park
Schaut man sich als Teenager vor allem wegen des derben Humors an. Ist man erwachsen geworden, realisiert man, dass South Park regelmässig die wahrste Aussage zu aktuellen Hot Topics macht, z.B. die grandiose Doppelfolge, in der die Terroristen nicht im übertragenen Sinn, sondern ganz direkt tatsächlich unsere Fantasie angreifen. Scharf beobachtet und respektlos.



Two and a Half Men
Guilty Pleasure. Klassische Old School Sitcom, die totale Stasis, rein charakterbasiert, Klischee-City, macht mir aber trotzdem Freude.



Top Gear
Wer so konsequent dem britischen Nanny State ans Bein pinkelt, hat sich meine Anhängerschaft verdient. Eine Show über Autos, die auch Leute schauen können, die sich nicht für Autos interessieren. Und wenn man sich für Autos interessieren sollte: dann ist Top Gear wie Porno.


Und jetzt will ich von euch hören: Was fehlt auf dieser Liste? Welche Show muss ich eurer Meinung nach unbedingt auch schauen?

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Will the real Guido B. please stand up?

OFFIZIELLE STELLUNGNAHME:

Ich bin nicht Guido B. Nein, ich habe keine Identitätskrise. Scheinbar gibt es aber einen Guido B. in Zürich, der Frauen und Firmen betrügen soll. Der Tagi fährt gerade eine 5-teilige (!) Serie, und ich werde des öfteren darauf angesprochen.


Teil 1: Die Frauen mögen ihn, und er mag ihr Geld (Tagi, 1.12.)
Teil 2: Guido B. hinterlässt Chaos und Schulden (Tagi, 2.12.)
Teil 3: Die Staatsanwaltschaft hat im Fall Guido B. die Samthandschuhe an (Tagi, 3.12.)
Teil 4 und 5 kommen noch und enthüllen bestimmt weitere brisante Fakten.

Naja, die Frauen mögen mich auch, Schulden habe ich aber keine, und die Staatsanwaltschaft hat mich auch noch nie angefasst, weder mit Handschuhen noch ohne.

Weil aber ein Bild bekanntlich mehr sagt als Worte, hier das Bild von Guido B. im Tagi:

Bild: Tagesanzeiger

Und hier eines von mir in ähnlicher Pose:

Bild: Guido B(erger)

Man finde die ~10 Unterschiede!

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Tasche statt Rucksack

Dieser Rucksack vom schwedischen Unternehmen Boblbee hat mich nun seit vielen Jahren begleitet:



All die Staubsauger-Bemerkungen habe ich geduldig ertragen, weil ich das Ding eher als ein Personal Mobility Device sehe - die Raketenstufen sind einfach schon abgebrannt.

Ausführliche Überlegungen von Max Goldt in der November-Titanic zum Thema Rucksack vs. Umhängetasche ("Kleiner Diskurs über kleines Gepäck", online nicht aufzufinden, aber mit schönen Sätzen wie "Er trägt eine jener [...] von Magazinjournalisten und Anhängern leicht gehobener Auffassungen anhaltend und beharrlich verspotteten Umhängetaschen. [...] Eigentlich gab es immer Umhängetaschen, und ich kann darüber nicht sehr staunen, denn sie sind der traditionsreichste, sinnvollste, ich möchte fast sagen: der normalste Taschentypus überhaupt.") haben sich nun aber zu einem Impulskauf verdichtet:

   


Natürlich auch von Boblbee, damit mich der Born nicht exkommuniziert. Richtig praktische Details, schöne Polster für meinen Laptop und eine stilisierte Karte von Tokyo vorne drauf = WIN!


Update:

Ha, Frage vergessen! Wie haltet ihr es denn? Tasche oder Rucksack? Und warum?

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Genius mag ich sehr - und mit diesem Tipp wird es noch besser!

Die grosse Neuerung von iTunes 8 ist Genius. Einmal mehr schaut Apple gut bei anderen ab (Last.fm, Pandora, iLike etc.) und führt eine Ähnliche-Musik-Funktion ein.


Natürlich finden sie es wahnsinnig toll, wenn man ähnliche Musik im iTunes Store findet, und die dann gleich kauft. Aus Sicht von Apple ist das in erster Linie ein Marketingtool, analog der "Kunden kauften auch"-Funktion bei Amazon.


Mir ist das ziemlich schnuppe, ich brauche Genius ausschliesslich dafür: einen tollen Song in meiner Library anwählen, und mir 50 andere, ähnliche Songs aus meiner Bibliothek ausspucken lassen. Und es funktioniert wirklich gut! Gefällt mir die Stimmung eines Songs, habe ich blitzschnell eine ganze Playlist zusammengestellt. Bei einer grossen Bibliothek entdeckt man so ausserdem Songs wieder, die man schon ganz vergessen hatte.

Ärgerlich ist nur: die Pfeile rechts von Titel, Interpret und Album zeigen alle auf den iTunes Store. Das will ich aber nicht - ich will nix kaufen, ich will sehen, was ich sonst noch von diesem Interpreten bereits besitze. Glücklicherweise kann man die Funktion dieser Pfeile umstellen, und zwar so:

  1. iTunes schliessen.
  2. Das Terminal öffnen.
  3. Folgendes eingeben (bzw. von hier copy/pasten):
    defaults write com.apple.iTunes invertStoreLinks -bool TRUE
  4. iTunes öffnen, fertig! Alle Pfeile in iTunes zeigen nun auf die Library, nicht auf den Store. Bitteschön!

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Dead Man's Switch

In einem Interview mit Ryan North (das Genie hinter Dinosaur Comics - der besteste Internetcomic des ganzen Internets!) nimmt das Gespräch plötzlich eine dramatische Wendung, und der Interviewer fragt:


"Your career is on computers, and probably a large part of your life is, too. Does anyone else have your passwords? What happens if you die tonight? Will your family be able to get into your email and sort out your affairs?"

Und Ryan spricht über das Konzept des "Dead Man's Switch":

"I've come close to setting up a dead man's switch: a program where if I don't check in on it once every week or so, it assumes I'm dead, and goes into action. My final Dinosaur Comic gets posted, friends get pre-composed goodbye emails, enemies get a final "HEY SCREW YOU I'M DEAD BUT I'M STILL KINDA CHEESED AT YOU" message, and important passwords get emailed to my family."


Das ist ein sehr spannendes Konzept, es stellen sich aber einige Fragen:

  • Wer soll benachrichtigt werden? Nur die Familie? Der engere Freundeskreis? Die Facebook-Friendlist? Ein automatischer Blogpost?
  • Was muss weitergegeben werden? Nur die Passwörter? Eine Anleitung dazu? Wieviel Know-How setzt man voraus?
  • Was ist wichtig und was ist egal? Was erledigt sich von selbst, was muss erledigt werden?
  • Und natürlich die Kontrollfrage: in welchem zeitlichen Abstand muss man einchecken? Je länger der Abstand, desto kleiner die Chance eines Fehlalarms; desto grösser aber die Chance, dass es zu lange dauert, bis die Aktionen ausgelöst werden.

Das Konzept ist eigentlich eine konsequente Weiterentwicklung des "Porn Buddy", meines Wissens eine Erfindung der englischen Comedy-Serie "Couplings". Der Porn Buddy ist der Freund, der die Aufgabe hat, sich - sollte er vom Ableben des Freundes erfahren - unverzüglich in dessen Wohnung zu begeben und die Pornosammlung zu entfernen/vernichten, jedenfalls sicher zu stellen, dass niemand der anderen Angehörigen in ihrer Trauer damit konfrontiert wird.

Was meint ihr? Was gehört alles auf die Liste der Aufgaben eines Dead Man's Switch?

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Webcomics: ein wahnsinnig erfolgreicher, ein Wasser-durch-die-Nase-schnauben-lustiger und einer, der sich bewegt beim Motzen

Webcomics sind ein typisches Internetphänomen. Einige wenige sind wahnsinnig erfolgreich und haben ihre Autoren aus dem Nichts zu Berühmtheiten und Vollverdienern gemacht. Deshalb versuchen sehr viele, sich ihre eigenes Stück vom Kuchen abzuschneiden, und scheitern.
 
Das Geschäftsmodell von Webcomics ist einfach: auf einer Website wird einmal pro Tag ein kurzer Comic-Strip veröffentlicht. Meistens thematisch eingeschränkt, und gut gewürzt mit Nerd-Kultur - Games, Superhelden etc. Die Website ist per RSS lesbar, man kann den Comic also bequem abonnieren und jeden Tag lesen. Auf der Website werden Werbebanner verkauft, die erfolgreichen haben täglich Pageviews in Millionenhöhe.
Zusätzlich zur Werbung gibt es noch Merchandising: T-Shirts mit cleveren Sprüchen drauf, Hüte und Coffee-Mugs. 
 
Der erfolgreichste Webcomic - und damit *die* Vorlage - ist Penny Arcade.
 
 
Penny Arcade ist nicht immer lustig, aber immer obskur. Für Uneingeweihte in vielen Fällen wohl kaum verständlich. Wer sich mit Games, Dungeons & Dragons und Superheldencomics nicht auskennt, wird die allermeisten Details überlesen und die Pointen nicht einmal wahrnehmen. Für mich ist PA deshalb auch ein Beweis dafür, wie gross kleine Nischen plötzlich werden können, wenn die Leserschaft nicht geographisch eingeschränkt wird. PA erreicht zwar nur eine ganz spezifische Leserschaft, aber eben rund um die Welt. 
 
Und: Penny Arcade ist ein Meinungsmacher und setzt Themen. Für mich deshalb relevant, weil es mir Hinweise gibt, was man in der Szene so diskutiert. Also eigentlich mehr etwas, das ich aus beruflichen Gründen verfolgen muss.
 
Was mich stattdessen mit Sicherheit täglich zum Lachen bringt: Dinosaur Comics. Vom Kanadier Ryan North seit gut 5 Jahren gezeichnet, und wohl der konsistenteste aller Webcomics. Ein unglaublich starres Konzept: die 6 Panels sind nämlich jeden Tag exakt die gleichen: billige Dinosaurier-Wordart. Ryan reisst das aber raus mit den Texten. Und traut sich auch an schwere Themen, die durch die kindliche Begeisterung des Protagonisten T-Rex angenehm luftig daher kommen. Kenner schätzen den kleinen Zusatzwitz, der erscheint, wenn man mit dem Mauszeiger auf das Bild zeigt und einen kurzen Moment wartet.
 
 
Und zum Schluss noch ein Comic in Video-Form, ebenfalls mit starken Texten: Zero Punctuation. Unser aller Lieblings-Gamekritiker (der in Australien lebende Brite Ben "Yahtzee" Croshaw) hat diese Woche nämlich über Webcomics abgelästert - wie immer mitten in die Weichteile. Die Detailanalyse der schlechten Webcomics überlasse ich deshalb ihm.
 
 
Yahtzee ist eine Referenz und gehört in die wöchentliche Videorunde aller Gamer und v.a. auch Gamekritiker - er ist aus Prinzip grummlig und setzt durch seine Game-Verrisse einen angenehmen Gegenpol zu der in der Branche üblichen Jubelorgie.

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How to handle a lot of news feeds

I work as a journalist for Swiss national radio (Schweizer Radio DRS). I cover technical topics, the blogosphere, IT security, digital distribution, DRM, High Definition TV, and computer and video games.

 
I read a lot of news feeds every day, approx. 50 feeds amounting to around 500 news items per day. This is how I manage to not only read everything, but also keep the stuff that I might need later to do a report.
 
1. Read feeds in Safari
 
I work on OS X and I like the way Safari handles news feeds.
 
  • You can aggregate feeds: put them all into one folder, and read through all news items from these feeds on one page, sorted by date.
  • You can put  these folders in your bookmarks bar. This shows new items at a glance, sorted by general topic. This is how it looks just now:

     
  • You can control how often they update. I have them update every 30 minutes, but updating less often would probably be healthier.
  • The grey square indicates that these folders are set to automatically open all contained feeds, instead of showing them in a drop down menu. The feature is called "autoclick".
  • I go through each folder, and browse through all new items. Only titles and the first few lines are shown. If I find something interesting, I cmd-click it to open the post/article in a new tab.
  • After going through all the feed folders, I am left with around 30-40 open tabs. I quickly go through them. Some stuff I'll just read/watch and close. Other stuff, especially longer articles or posts on topics I'd like to keep go into the database - more on that below. Important here: do not start to read properly, give it just a quick glance. I ask myself: will I need this later? Will I want to reference it? Does it contain information I would want to find later on? If yes, it goes into the database. If no, it's discarded.
 
2. Use DEVONthink Pro to store information
 
DEVONthink is a information storage application. You can put all kinds of data in there, PDFs, emails, regular text, copy/paste from web pages, even video and audio. The text-based files are indexed and searchable, also via spotlight plug-in. You can cross reference stuff, you can search for similar articles etc.
 
This makes it perfect for me: it's the database where all the information goes that I need for my job. Emails I get and want to keep, reports I do, stuff I read, substantial press releases I get - it's all in there.
 
DEVONthink hooks into the Services menu of OS X. This makes it accessible from other applications like Safari or Mail.
 
  • So, if I come across an article or email I want to keep, I mark the text and use the Services command "New RTF-Memo" - naturally with a key command - "cmd-)" on my system.
  • This puts the content into the default folder in DEVONthink for new items. I call it "tmp". It may look like this:
  • Why not just put a link in there? It may not be around forever. Some sites show content only a couple of days, after that you'd have to subscribe to read archives. Other sites just disappear. And I like to keep my inbox clean.
  • Why not just copy the whole page? This would store a lot of ads in the database, or site navigation - stuff I neither need nor want. I think it's worth the extra effort to weed it out.
  • After all the copying, I do another round of quick glancing. Stuff that I can read quickly gets read and moved to a folder. Some people may prefer tagging, but I'm kinda old school that way.
  • Stuff that takes more time to read: I move it to a folder called "Read later".
  • After all this copying, moving and quick reading, the "tmp" folder should be empty again.
 
3. Keep a strict regiment to stay on top
 
Yes, it's not all just the magic of software. It also takes discipline.
 
  • Read feeds and sort/empty tmp: daily, 1 - 1.5 hours per day. In one focused run for maximum efficiency! Or maybe one early morning, one in the afternoon (when our American friends wake up and start to post).
  • Read stuff in "Read later": at least weekly, 2 - 3 hours. I try to keep the folder below 100 items, and have it down to 10 by the end of the week.
  • After holidays, more time is needed and should be planned for accordingly.
  • If the "Read later" folder fills up, I make a conscious decision to tackle it, reserve time for it, and plough through it; preferably in a distraction free environment. Long train rides work for me ;)
  • The payoff for all this work? Someone mentions a topic, and one quick look-up gives me all the information I need to address the issue.
 
 
That's about it. What works for you? Is this applicable to other news feed needs?
 

 

 

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