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Flip Mino HD vs. Nikon D5000: Wer filmt besser HD?

Die neue Nikon D5000 ist sicher eine hervorragende digitale Spiegelreflexkamera für Einsteiger - im Set mit einem 18-105mm-Objektiv gibt es sie schon ab ca. 1150.-, da bekommt man was fürs Geld. 

Testen wollte ich aber als erstes die Möglichkeit, mit der D5000 in HD zu filmen (1280 x 720p, 24fps). Verglichen habe ich mit meiner Flip Mino HD (ab ca. 300.-). Wenn man die beiden nebeneinander setzt, ist eigentlich recht klar, wer als Sieger aus dem Ring steigen müsste:

Die Nikon hat ein Riesenobjektiv, einen tollen Bildsensor, ist dreimal so teuer - die Mino kann unmöglich ein besseres Bild produzieren, oder? Seht selbst:

(Auf "HD" klicken unten rechts!)

Wow! Die Mino produziert Bilder, die besser belichtet und schärfer sind, und sogar der Ton ist besser (zwar leiser, aber deutlich mehr Höhen). Das hätte ich in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Und es zeigt, wie wichtig heute die Software ist. Ich bin sicher, dass das Bild der D5000 bis zum Bildsensor viel besser ist. Sobald es aber codiert und komprimiert wird, ist es aus mit der Herrlichkeit. Dieses Resultat bestätigt die These, dass die billigen HD-Kameras nun gut genug sind - unter Umständen sogar besser.

Die 32 Sekunden Film der D5000 sind 64MB gross, Bildformat ist MotionJPEG OpenDML, 1280x720, 24fps; Audio geht nur bis 11kHz (klar ist das dumpf!). Die 30 Sekunden der Flip sind 40MB gross, das Bild ist mit H264 komprimiert, mit 30fps, und das Audiosignal geht bis 44.1kHz. Also nicht nur das bessere Bild und der bessere Ton, sondern auch noch eine kleinere Datei

Gefilmt, indem wir beide Kameras von Hand nebeneinander gehalten haben und gleichzeitig gestartet. Geschnitten in iMovie, nichts bearbeitet ausser den Untertiteln und alles etwas lauter. Hier noch ein Still zum direkten Vergleich:

Versteht mich nicht falsch: als Fotokamera macht die D5000 bestimmt viel Freude. Gerade die Schauspielerin Winiger (Melanie demonstriert einmal mehr ihr ungebrochenes CH-Werbe-Monopol) sollte aber wissen, dass solche Filme nicht "richtig gut" sind.

Update:

Weil Kollege Mario darauf besteht, dass seine Kamera-Spezis vom SF viel von der HD-Funktion der Nikon halten, dachten wir uns, wir geben der Nikon noch eine Chance. Weil ich ja vermute, dass weder Optik noch Sensor das Problem sind, sondern der Codec, setzten wir die Kameras auf ein Stativ (und nahmen noch eine Samsung WB550 mit in den Test, eine Point-and-Shoot-Digicam mit HD-Filmfunktion, aber einem wesentlich grösseren Objektiv als die Mino, ca. 450.-). So sollte es der Codec einfacher haben, weil nicht das ganze Bild ständig wackelt.

Leider ist das Resultat nicht viel besser:

Auch hier finde ich das Bild der Mino am schärfsten. Die Farben sind zwar etwas ausgewaschen, bei der Nikon dafür aber zu hell und bei der Samsung viel zu stark gesättigt. Das Geflimmere im Hintergrund bei der Nikon ist schlicht erschreckend schlecht.

Klar, wenn man ein Kameramann ist und weiss, wie man mit Licht, Blende, Fokus und Farbkorrektur im Schnitt umgeht, kann man bei der Nikon sicher noch etwas herausholen. Wir finden den Point-and-Shoot+iMovie-Vergleich aber fair, weil die D5000 eine Einsteiger-Kamera ist und nicht auf Profis ausgerichtet ist.

Fairerweise muss man ergänzen, dass die Flip Mino HD mit einem Fixed Focus arbeitet (die Samsung soll während der Aufnahme nachfokussieren können; die Nikon fokussiert man vor der Aufnahme, der Fokus bleibt dann so gesetzt). Ausserdem ist der Winkel des Objektivs sehr klein. Wir mussten die Samsung und die Nikon stark hineinzoomen, damit die drei Bildausschnitte in etwa gleich waren. Im Alltag merkt man diese Limiten der Mino oft: Landschaften haben selten "Platz im Sucher"; in einem Zimmer kann man nie weit genug weg, um genug draufzubringen; und wenn man Personen von nah filmen möchte (damit das Gesicht das Bild ausfüllt), dann ist der Hintergrund scharf, das Gesicht nicht. Und bei Dunkelheit kann man es eh vergessen.

Update 2:

Reto hat auf DRS3 über unseren Test berichtet, worauf ein Produkte-Manager von Nikon wert darauf gelegt hat, dass die Qualität der HD-Filme der D90 und der D5000 (die laut ihm beide den gleichen Sensor und die gleiche Filmtechnik verwenden) "nicht nur für die Konsumenten sondern auch für Profifotographen beeindruckend" seien. Er schickte uns einige Links auf Videos, die mit der D5000 oder der D90 gefilmt worden seien, z.B.:

Music-Video aus Schweden
Australisches D5000-Promo-Video

Für das Geflimmere im Hintergrund hat er eine Erklärung (Flackern von Leuchtstofflampen) und Tipps, wie man es wegkriegt (längere Belichtungszeit wählen).

Er vermutet, dass unsere schlechten Resultate mit unserer Bedienung zusammenhängen.

Das kann gut sein. Wir haben die Kameras eingeschaltet, alles auf Auto gestellt und losgefilmt. Eben ein Point&Shoot-Vergleich. Unsere Sujets waren auch nicht sonderlich schwierig (ausser vielleicht der Flimmerlampe). Ich gebe zu, die Bilder, die man in den verlinkten Videos sieht, wird man mit einer Mino niemals hinkriegen. Es ist toll, dass es eine SR-Einsteiger-Kamera wie die D5000 gibt, die für ziemlich wenig Geld sehr viele Möglichkeiten bietet. 

Wenn ich aber mit der Nikon auf Auto fotografiere, sind die Resultate meistens einfach gut, und sicher deutlich besser als bei einer billigen Kamera. Warum soll für die Filmfunktion dann plötzlich viel Know-How notwendig sein?

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Wie kann Obama seinen Blackberry behalten?

Obama liebt seinen Blackberry und er darf ihn nicht behalten, hat man in letzter Zeit des öfteren gehört.
Obama Digs In for His BlackBerry (New York Times)

Charles Dharapak/Associated Press/New York Times

Weil ich als Gadget-Liebhaber mitfühlen kann, frage ich mich, was denn passieren muss, dass Obama den Blackberry nicht hergeben muss. Wenn einer die Ressourcen hat, das möglich zu machen, dann ja wohl er.

Absolut notwendig wäre wohl folgendes:

  • Der gesamte Mail-Verkehr muss klassifiziert werden (Top Secret, Confidential etc.) und entsprechend archiviert werden. Dies darf nicht auf Servern von RIM passieren - hier muss das White House eigene Infrastruktur aufbauen. Die Speicherung/Aufbewahrung muss sich an gesetzliche Vorschriften halten, ebenso bezüglich Einsicht von allfälligen Untersuchungsausschüssen des Kongresses.
  • Jedes Mail muss hart verschlüsselt sein.
  • Auf Obamas Blackberry kann nicht einfach so Software installiert werden - dazu wird das Einverständnis und die persönliche Anwesenheit von mindestens zwei Generälen benötigt.
  • RIM muss den kompletten Source Code der NSA aushändigen, die sie gründlich auf Sicherheitslecks und Hintertüren analysiert.
  • Das Gerät wird mit biometrischen Zugriffskontrollen ausgerüstet. Nur die warmen Finger von Obama können das Gerät ein-/ausschalten und bedienen.
  • Entfernt sich das Gerät zu weit von Obama, löscht es sich automatisch selbst.
  • Die Kommunikation läuft nicht über das öffentliche Netz, sondern über ein getrenntes, verschlüsseltes. OG statt 3G.

Reicht das? Habt ihr noch weitere Vorschläge?

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Palm Pre: Palm wacht aus dem Winterschlaf auf

Es gibt einen klaren Gewinner der CES: Palm. Das erste Mal seit langem haben die nämlich ein Gerät vorgestellt, das NICHT aussieht als hätte man es ca. 1999 konzipiert. Damit reagiert Palm immerhin zwei Jahre nach dem iPhone endlich auf die Herausforderung der Smartphone-Konkurrenz und lässt mit dem Pre den Treo Foleo vergessen (den Kollega Müller das "Officially Out Of Ideas-Gerät" nennt).

Die Blogs sind begeistert, und die Aktie hat einen Sprung um +35% gemacht (hockt aber mit $4.45 immer noch recht im Loch im Vergleich zu den $14 vor zwei Jahren).

Palm Pre Preview: Simply Amazing (Gizmodo)
Palm Unveils iPhone Competitor, the Pre (New York Times)
Hands on with the Palm Pre (MobileCrunch)
Resurrection on video: hands on with the Palm pré (Ars Technica)
Palm Stock Jumps 34.85% On Palm Pre News (Gizmodo)

Das Betriebssystem hat sich Palm selber ausgedacht, was ich etwas enttäuschend finde (weil ich immer noch hoffe, dass jemand kommt, der ein Android-Telefon präsentiert, das sich nicht wie ein Linux von gestern anfühlt - es wäre schade, wenn wir wieder 10 Jahre auf das Ubuntu der Androids warten müssen).

Trotz dieser Bedenken sieht das UI sehr durchdacht aus, z.B. in diesem Ars Technica-Video:

So muss ein Einstiegs-Schirm sein: beliebig konfigurierbar, und zwar weder als Desktop (wie Android) noch nur mit Applikationen (wie beim iPhone), sondern eine Mischung aus Applikationen und Daten, z.B. Kontakte - direkter, einhändiger Zugriff! Ebenso clever: das Adressbuch fasst alle Kontakt-Infos zusammen (Telefonnummern, IM, Facebook etc.) und öffnet die entsprechenden Anwendungen.

Die Karten-Metapher ist genial: zwischen Anwendungen (die gleichzeitig laufen können!) wechseln = Karten umsortieren. Eine Anwendung schliessen = Karte nach oben rauswerfen. Und der Shortcut-Bar, den man von unten per Daumen hereinholen kann: Zucker!

Klar, einige Elemente sind sehr direkt vom iPhone übernommen: z.B. der Seitwärts-Wipe, um Fotos zu scrollen. Apple hat hier halt Metaphern geschaffen, die zu stark sind, um sie nicht zu übernehmen. 

Trotzdem finde ich: Insgesamt ist der Pre nicht einfach ein iPhone-Klon, sondern richtig innovativ. Ich muss zugeben, das hätte ich Palm nicht mehr zugetraut.

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