iPhone: ein Gerät für Arme
Die Schlagzeile von heute ist ganz klar diese:
"In Tough Economy, Lower Income Mobile Consumers Turn To iPhone As Internet & Entertainment Device"
ComScore hat herausgefunden, dass gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten ein Gerät wie das iPhone Anklang findet, und zwar vor allem bei den Kunden mit WENIG Einkommen.
ComScore sagt, dass gerade in tiefen Einkommensbereichen die iPhone-Verbreitung am stärksten zunimmt: in Haushalten mit Einkommen zwischen 25'000 und 50'000 Dollar jährlich hat das iPhone von Juni bis August um 48% zugelegt.
Auf den ersten Blick klingt das total unwahrscheinlich: warum sollen Leute, die mit 2400 Franken pro Monat und Haushalt nah am Existenzminimum leben, ein Luxusgerät wie das iPhone kaufen? Dass das iPhone in diesem Markt so extrem zulegt, widerspricht ausserdem allen Einschätzungen von uns Experten, als das iPhone vorgestellt wurde: wir gingen alle davon aus, dass das iPhone sich eine Nische bei den Luxus-Konsumgütern einrichtet, aber gegen die Ein-Franken-Handys keine Chance hat.
Jetzt stellt sich das genau Gegenteil heraus, und die Erklärung ist eigentlich total naheliegend: das iPhone ersetzt andere Geräte! Man kauft es also nicht zusätzlich zum Laptop und der Spielkonsole, sondern stattdessen!
Für 1000.- im Jahr hat man also Internet, Email, Social Network, Games, Musik, Youtube und GPS. Das ist mit Abstand die billigste Lösung - und noch dazu ein Gerät, das einen gewissen Status vermittelt. Und deshalb für Arme eine echte Win-Win-Situation.
Wow. Kollega Müller meint: "Damit haben sie nicht mal bei Apple selbst gerechnet!" Aye.