Klar befinden sich viele der Meereslebewesen außerhalb ihres "angestammten" Ortes, darauf wird übrigens in den Beschreibungen der Tier dann hingewiesen (Nach dem Motto: 'Eigentlich kommt das Tier XXX nur an Ort XXX vor, seltsam das es hier zu finden ist').
Aber das Spiel soll ja auch mitnichten ein wissenschaftliches Nachschlagewerk sein, sondern ein Spiel das Spaß macht, und nebenbei lernt man tatsächlich einiges über die Unterwasserwelt, wenn man möchte.
Das Spiel ist auch mitnichten für Kinder gedacht, dafür ist es viel zu ruhig. Der sehr erfolgreiche erste Teil wurde laut Statistik fast ausschließlich von Erwachsenen gekauft und gespielt.
Unter Wasser sieht die Grafik zudem wunderschön aus, die Grafik ist geschmeidig, die Meereslebewesen schön animiert. An Land sieht die Sache anders aus, die Menschen sind tatsächlich recht hölzern animiert, aber das stört kaum, da die Landgänge nur einen kleinen Teil des Spiels einnehmen. Sehr zu empfehlen ist übrigens ein Sonnenuntergang in der Arktis :)
Die Story reißt sicherlich keine Bäume aus, aber motiviert zum weiterspielen. Was Endless Ocean 2 zu einem fantastischen Spiel macht ist neben der lebendigen Unterwasserwelt manche Elemente der Story. Wenn man sich vor dem Hai in einen Brunnen flüchtet und dann dort unten die Ruinen entdeckt, während ein sphärische Musik (mit Gesang) ertönt, sind das einfach Spielmomente die in Erinnerung bleiben. Ebenso zum Beispiel wenn man in das tiefe Loche hinabtaucht und der Kapitän einen bittet das Licht auszuschalten, und man dann die leuchtenden Blinkfische im Wasser sieht.
Die Steuerung funktioniert übrigens bei mir exakt, ohne ungewollte Purzelbäume. Vielleicht sollten sie sich mal die Optionen im Spiel angucken und auf "Experte" stellen, damit sie feinfühliger wird.
Davon mal abgesehen kann man Pulsar, Story, Münzsammeln, Delfine trainieren und die anderen Extras des Spiels auch einfach beiseite lassen. Wenn man einfach nur tauchen und die Unterwasserwelt bewundern möchte. Die so lebendig wirkt wie in keinem Spiel zuvor.
Mich hat die Story aber eben alles andere als motiviert, weiterzuspielen, im Gegenteil. Zu viele Klischees, zu viel Unnötiges. Mich ärgert vor allem der Fokus auf Schatzsuche, auf Ruinen, Wracks etc. Die Natur hätte eigentlich genug zu bieten gehabt, das Menschengemachte als Zusatzaufregung wäre gar nicht nötig gewesen. Und ich kann ja eben die Story genau nicht beiseite lassen, weil ich so neue Tauchgegenden freischalten muss.
Die Steuerung ist nicht nur schlecht, weil sie nicht feinfühlig genug ist. Die ganze Metapher ist falsch: Ich steuere meinen Taucher ja mehr wie ein U-Boot, mit Tauchen hat das herzlich wenig zu tun. Man hätte z.B. das Tarieren (Luft in die Weste lassen um aufzusteigen, Luft aus der Weste lassen um abzusinken) genau 1:1 übernehmen können und wäre so näher beim richtigen Tauchen gewesen und hätte die Steuerung erst noch vereinfacht. Das Problem ist aber grundsätzlicheres: Die häufig verwendeten Knöpfe (Karte, Items) sind so belegt, dass ich sie nicht drücken kann, ohne die Ausrichtung der Fernbedienung zu verändern, was eben meistens zu ungewollten Bewegungen führt. Das ist einfach schlechtes Design.
Die Dudelmusik, wie sie hier so schön bezeichnet wird, stammt von Celtic Woman und ist alles andere als öde. o.O Und um ehrlich zu sein, musste ich über diesen Artikel mehr als nur lachen, da er einfach lächerlich und schlecht recherchiert ist. Das Spiel ist ab 0, dass als erstes, dann ist man nicht an die Hauptstory gefesselt, nach beenden der eigentlichen Geschichte kann man solange weiterspielen, bis man wieder in die Höhle der Götter kommt. Es ist sogar empfehlenswert, die Aufträge anzunehmen, da man nur dadurch Geld bekommt.
Was die Sache mit der Grafik angeht. Hm, da ist wohl einer zu sehr auf zu perfekte Grafik fokussiert. Früher hat es auch keinen gestört, wenn die Figuren in Final Fantasy anfangs eckig, dann pixelig durch die Gegend rannten. Das nennt man heute Nostalgie, aber über Endless Ocean 2 wird sich aufgeregt? Euch ist schon klar, dass Nintendo in vielen Punkten gar nicht so auf den Perfektionusmus der anderen Systeme abzielt, da Grafik nicht alles ist. Und falls hier einer ein bisschen Ahnung von Programmierung hat, müsste klar sein, dass es nicht umsetzbar ist, alle Pflanzen, Ozeane oder Tiere darzustellen. Das packt kein System, dass ich kenne, mit einer DVD und wenn, dann sind die Spiele zu teuer.
Aber hey, stellen wir das Spiel realistischer dar. So mit Walfangflotten im japanischen Meer, oder noch besser, man taucht durch die Bucht von Taichi, während dort tausende unschuldiger Delfine abgeschlachtet werden. Dann tauchen wir durch blutrotes Wasser, dass von den Todesschreien der Delfine erfüllt wird. Oder thematiesieren wir die Überfischung der Ozeane, oder die Vergiftung der Meere durch den Menschen. Akira machte klar einen Fehler, sie ließen die Meere sauber und stellen keine Müllberge in den Ozeanen dar. Wie konnten die nur, diese elenden verlogenen Hunde?! Oder wieso schwimmt im roten Meer kein Müllteppich oder schmelzen die Pole? Also echt mal Akira, da hättet ihr echt besser recherieren können, pfui schämt euch zu Tode. Ach ja, falls es einer nicht schnallt, dass war IRONIE!!!! *kopfschüttel* Man sollte wenigstens versuchen, unseren Kinder aufzuzeigen, wie schön die Welt eigentlich ist und wieviele Wunder sie erwarten und wenn das halt nicht perfekt ist, wayne. Es soll Spaß machen, man soll dabei abschalten und ich hatte da bis jetzt noch nie Probleme mit. Ich muss abends sogar aufpassen, dass es mir beim spielen nicht zu bequem mache, da ich durch die hypnotischen Bewegungen der Fische schon eingeschlafen und abgesoffen bin. Aber Geschmäcker sind halt verschieden und das sollte man immer bedenken. man sollte aber auch bedenken, dass ein Spiel, dass für Kinder ist, nicht so mit Grafik und Herausforderungen vollgepackt wird, dass das Kind überfordert wird.
Was die Grafik betrifft: Da fordere ich keineswegs Realismus. Sondern mehr Fantasie und mehr Mühe. Wie oben beschrieben: Die Animationen der Figuren sind grauenhaft und die Meeresböden spärlich bepflanzt, und das fand ich halt schade. Ersteres ist schlicht faul/cheap; und zweiteres mag ja manchmal sogar realistisch sein, aber ich hätte mir hier eben im Gegenteil mehr Korallen und Farben und Formen gewünscht.
Dass falsche Viecher platziert werden, sollte einfach nicht passieren, und das wäre auch nicht mehr grafischer Aufwand, sondern, oh ja, Recherche.
Geschmäcker sind tatsächlich verschieden. Ich frage dich aber: Wie soll ein Kind einen guten Geschmack entwickeln, wenn es ständig halbgaren Mist vorgesetzt bekommt?
Über das «wayne» hab ich mich aber auf jeden Fall riesig gefreut. KEINE IRONIE!!!!! (ausser dem letzten Ausrufezeichen)